Beagle Beethoven und die Pferde – Teil II

Toll, wie sich Yvis Welpen aus dem B-Wurf entwickeln. Mein kleiner Welpe Beethoven ist inzwischen gar nicht mehr klein und wird allmählich ein richtiger Beagle-Mann (der sogar schon das Beinchen hebt 🙂 und den großen Beschützer spielt). Inzwischen versuche ich, ihn soweit irgendwie möglich, überall mit hin zu nehmen, damit er was sieht von der Welt und weil ich ihn nicht immer zu Hause lassen will. So habe ich ihn gestern mal wieder mit zum Reiten genommen.

 

Unser erster gemeinsamer Ausritt mit Hund

Nach dem Training der letzten Wochen („Beethoven, WEG da!“ Füße im Allgemeinen und Hufe im Speziellen können einem Welpen schließlich ganz schön gefährlich werden) und einer weiteren „Trockenübung“ mit Pferd am Strick am Mittwoch, haben wir gestern unseren ersten richtigen Ausritt gewagt. Was soll ich sagen? Ich saß auf meinem Pony und bin fast geplatzt vor Stolz auf meinen Hund. Er hat das einfach großartig gemacht!

Anfänglich hatte ich ja echt Zweifel, ob ich es wagen oder bei einem weiteren Spaziergang mit Pferd belassen sollte. Wir waren zu dritt: Meine beste Freundin mit einem ihr weniger bekannten Pferd, ich und ein Mädchen, das sich uns anschloss, weil sie und ihr Pferd neu auf dem Hof waren und sich im Gelände noch nicht auskannten. Während die beiden aufsaßen, löste ich die Leine vom Halsband meines Hundes, auf dem dick „Beethoven“ und meine Handynummer draufsteht – sicher ist sicher 😀
Da dann erstmal nichts passierte zischte Beethoven los und kontrollierte zuerst alle Kisten vor den Außenboxen. Es könnte ja was zu essen drin sein. Da Ignoranz immer noch das wirksamste Mittel gegen solche Eigenarten ist, schnappte ich mein Pferd, ging los und ermunterte die zwei anderen noch zögernden Reiterinnen ebenfalls nicht zu warten. Ganz geklappt hat das nicht und mein Welpe rannte in den Stall. Super, dachte ich, ich bleib dann mal hier und ihr reitet ohne mich. Was soll’s, schlimmer kann’s nicht werden. Ich atmete also einmal tief durch und rief meinen Hund, der unverzüglich wieder aus dem Stall kam und sich freute, dass ich endlich wieder Verwendung für ihn hatte.

Es konnte losgehen. Beethoven war total überdreht. Aufgeregt rannte er hin und her während wir die Hofeinfahrt passierten. Da waren so viele Spuren von anderen Hunden, Katzen und halbwilden Kaninchen! Auch einige andere Reiter trafen wir, die Beethoven am liebsten alle begrüßt hätte. Er kam dennoch jedes mal, wenn ich ihn rief 🙂 An der Straße musste er nochmal an die Leine, aber danach konnte es losgehen.

 

Leinen los zum Ausritt für einen kleinen Beagle

Den für mich so großen Moment, das Aufsteigen (und hoffen, dass mein Beagle keinen Blödsinn macht, hinterherspringt, unter das Pferd läuft, dem Pferd am Schweif zieht, wegrennt, bellt, jammert, mit Stöcken schmeißt oder was auch immer anstellt), nahm mein Hund zur Kenntnis als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt. Er schaute zu mir hoch, freute sich des Lebens und tauschte noch mal eben einen Nasenstüber erst mit meinem und dann mit den beiden anderen Islandpferden aus. Anschließend lief er den ganzen Weg leichtfüßig und schwanzwedelnd mit den Pferden mit. Eigentlich hatte ich fast schon fest damit gerechnet, dass ich irgendwann absteigen und meinen Welpen tragen muss, aber Beethoven wollte keine Müdigkeit vorschützen. Selbst auf den kurzen Trabpassagen hielt er locker mit und hatte sogar noch Zeit und Energie mit Stöcken und Tannenzapfen zu spielen, seine Geschäfte zu erledigen und Spuren zu verfolgen. Nur das Galoppfeld überließ ich den anderen und Beethoven wartete ganz selbstverständlich mit mir, bis die zwei anderen sich ausgetobt hatten.

 

Ein perfekter Tag

Selbst nach unserer Rückkehr auf dem Pferdehof war mein Hund noch nicht müde und forderte mich beim Abtrocknen zum Spielen auf, wartete dann aber gedulidig, bis auch das letzte Pferd versorgt war. Alles war perfekt, bis auf eine Ausnahme: Das Auto wollte nicht mehr anspringen. Na ja, so konnte Beethoven noch unsere Lieblingspizzaria kennen lernen, denn nach unseren Fremdstartversuchen im Regen bei Eiseskälte waren wir restlos durchgefroren und vor allem hungrig!

Über Natascha 91 Artikel
Natascha führt freiberuflich ihr kleines Ingenieurbüro mit Schwerpunkt Energieberatung und Schimmelpilzschäden in Isernhagen - Altwarmbüchen (Region Hannover). Dank der selbständigen Tätigkeit vom heimischen Arbeitszimmer aus bleibt immer viel Zeit für die Beagles Beethoven und Indira, die nach der großen Morgenrunde durch das Altwarmbüchener Moor meist friedlich unter dem Schreibtisch schlafen.

1 Kommentar zu Beagle Beethoven und die Pferde – Teil II

  1. Hallo Natascha, hallo Beethoven!

    Mensch, das klingt ja richtig gut! Da werde ich als Ex-Reiterin richtig neidisch! Wir freuen uns , dass sich Beethoven bei Dir so toll entwickelt und wünschen Dir weiterhin viel Freude mit ihn!

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