Lebenszeichen von Bonnie

Unseren Urlaub haben wir in Thüringen verbracht und Bonnie hat alles super mitgemacht. Hat längere Fahrten und noch längere Erkundungstouren bei 28°C und unzählige Café- u. Restaurantbesuche anstandlos über sich ergehen lassen nur diese elendige Serpentinenkurverei im Thüringer Wald fand sie nicht lustig und hat sich öfter mal übergeben müssen. Dafür durfte sie dann abends mit dem Hofhund bei unserer Unterkunft spielen (übrigens sehr schön da, tolle Ferienwohnung – 150 qm! – vollständig eingerichtet, für kleines Geld, Hunde absolut erwünscht, kann ich nur empfehlen www.premiumsenf.de ). Der Hof war übrigens nach allen Seiten offen und Bonnie ist nie weggelaufen – was vielleicht auch daran gelegen hat, dass der andere Hund aufs Wort gehört hat und sie immer hinterhergelaufen ist… Aber trotzdem, schön war’s, Bonnie mal „einfach so“ laufen zu lassen.

Vor 6 Wochen wurde Bonnie am Ohr operiert. Schon im Urlaub haben wir eine „Delle“ bemerkt, aber nun ja, wir dachten, es wäre ein Zeckenbiß. Der allerdings immer größer wurde und letztendlich erbsengroß und genauso hart war.

Die Tierärztin tippte auf eine Verstopfung der Talgdrüse (wie ein Pickel bei Menschen – oder vllt. doch ein entzündeter Zeckenbiß?) und hat das Ding erst mit homöp. Mitteln und dann mit Antibiotika behandelt, es wurde aber nicht besser. Im Gegenteil, das Ding sah komisch aus, war unklar und schorfig, steinhart und überhaupt seltsam, weil überhaupt keine Besserung eintrat. Vorsichtshalber hat sie den Tumor entfernt und eingeschickt. Es war wirklich gutartig und tatsächlich die Talgdrüsenverstopfung, die Hunde bis 2 Jahren häufig bekommen. Das 1/4 Jahr hätte Bonnie nun wirklich noch warten können…..

vorher

nachher

Bonnie hat nur sehr selten an der Wunde gekratzt, nur draußen hat sie ihre Tüte umbekommen und das war echt lustig. Allein, bis sie aus dem Haus war, unser kleiner Astronaut. Warum durch die Tür laufen, wenn man auch überall erst mal dranstoßen kann?! Durchs tiefste Unterholz ist sie mit dem Ding gekrochen und hat allen möglichen Kram aufgesammelt… Was sie dann auf die sensationelle Idee gebracht hat, damit Kastanien aufzusuchen und sie mithilfe der Tüte in die Luft zu werfen!! Nee, was für ein Spaß! Aber jetzt ist alles wieder gut, die Haare sind inzwischen fast vollständig nachgewachsen, nur die Narbe ist noch zu sehen.

Inzwischen hört sie auch recht gut und das mit dem Bellen haben wir auch gut im Griff. Laut Aussage unserer Nachbarn ist sie auffallend ruhiger geworden.

Nur das Ausbrechen könnten wir ihr noch abgewöhnen. Aber inzwischen wissen ja alle, wo sie wohnt und ab und zu klingelt ein netter Mensch und hat unseren Hund an der Leine…. Wenn wir dann – natürlich angeleint – in die Wiese gehen und fragen „na, wo bist du rausgekrochen“ dann guckt die auch noch frech und kriecht durch das Loch…. Nun ja, dann brauchen wir wenigstens nicht so lange suchen….

Nachbar’s Hühner hat sie auch entdeckt und welchen Spaß man mit denen haben kann (nach 1 1/2 Jahren Zaun an Zaun mit dem Hühnerhof!). Auch das kann sie jetzt nicht mehr, aber die Hühner sind immer schwer nervös, wenn Bonnie am Zaun steht. Nachbar kriegt jetzt wohl ein paar Eier weniger, so aufgeregt wie die sind  🙂

Vorgestern hat sie einen Igel ausgegraben, der sich unter ihrem Lieblingsbusch in den Winterschlaf begeben hat, auch der ist jetzt wieder zugedeckt und „Bonnie gesichert“.

„Ich hab nix gemacht, mach auch nix und habe auch nicht vor, was zu machen – vielleicht“
Sie weiß, was passiert, wenn sie sich an meinen alten Kumpels vergreift…! Aber ausnahmsweise hat sie wirklich mal nur geschlafen.

Ansonsten hat sie sich gut entwickelt, sieht immer noch klein und zierlich aus, obwohl sie inzwischen 13 kg auf die Waage bringt (zu deiner Beruhigung: sie hat schon 1/2 Kilo abgenommen; zuviele Bockwürstchen im Urlaub…..) und die dumme Frage der Woche war vor ein paar Tagen: “ Ist das so’ne Art Jack Russell??“, gleich gefolgt von „und das ist wirklich ein reinrassiger Beagle? Sind sie sicher??“. Ich weiß immer gar nicht, was ich so schnell sagen soll, so verschlägt’s mir dann die Sprache.

Heute waren wir im Zoo OS, unsere Ausbeute:

– Ein Serval-Kater wollte Bonnie anpinkeln, aber die Scheibe war „leider“ dazwischen, Bonnie völlig entrüstet ob dieser Frechheit.

– Schimpansen-Gehege, große Panorama-Scheibe: Bonnie steht schwanzwedelnd davor, ein Halbstarker kommt angerannt und wirft sich mit aller Kraft gegen die Scheibe und beschimpft Bonnie. Entrüstung pur auf ihrer Seite und alle Leute „nee, guck mal“, aber es ging noch weiter: gerade hat sich der Hund etwas beruhigt, kommt so’n kleiner Affe an, kann gerade eigenständig laufen, ist aber mutig wie die Großen. Stellt sich vor Scheibe und KLOPFT, bis Bonnie ihn anguckt. Was macht der Affe? Legt sein Gesicht an die Scheibe und schneidet Grimassen! Bonnie wütend, kläfft und dreht sich weg. Affe klopft wieder, das Spiel geht von vorne los. Inzwischen sind wir selber Attraktion und immer mehr Menschen stehen um uns herum und haben ihren Spaß. War aber auch zu lustig!

– Bären-Gehege: Braunbär liegt dicht an der Scheibe und schläft scheinbar. Bonnie steht entspannt, aber nicht uninteressiert davor, ist ganz ruhig. Plötzlich springt der Bär auf und hat mit der Tatze heftigst gegen die Scheibe. Oh, arme Bonnie. Die ist vor Schreck einen halben Meter zurückgesprungen und hat so was von wütend gebellt, das habe ich noch nicht gehört.

Es wird jedenfalls nicht langweilig mit ihr, das steht mal fest!

So, das soll’s erstmal wieder gewesen sein, viele Grüße, bis zum nächsten Mal,
KERSTIN

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