Familientreffen der Beagles vom Deistertal 2010

Es war ein ereignisreiches Wochenende für meinen “kleinen” Beagle Beethoven. Nachdem er am Samstag vom späten Morgen bis zum Nachmittag mit mir durch die Messehalle der IZH Hannover schlendernd shoppen war – er hat mich gut beraten, welche Leckerlies und Spielzeuge ich für ihn kaufen sollte – gab es am Sonntag ein weiteres Highlight für meinen Vierbeiner: Ein Wiedersehen mit seiner Familie im Rahmen einer Beaglewanderung von der Schaumburg bis zur Paschenburg und zurück.

Es war gutes Wetter angesagt. Entsprechend viele Familien waren der Einladung der Züchterin mit ihren Beagles gefolgt. Insbesondere die Nachkommen aus den beiden letzten Würfen von Yvi und Odetta waren stark vertreten, was besonders Ute gefreut haben dürfte, die zusammen mit ihrem Mann und ihren Beagles extra aus Bad Schwartau angereist war, um die Kinder ihrer beiden älteren Rüden wieder zu sehen. Der B-Wurf von Beaglehündin Yvi und der D-Wurf, dem unverkennbar Odetta ihren Stempel aufgedrückt hat,  waren sogar komplett vertreten.

Das Wetter war dann leider doch nicht ganz so toll, wie erwartet, aber ein bisschen Regen und Matsch kann ja einen Beaglebesitzer nicht schrecken und so ging es unter Laubrascheln, Plaudern, Hecheln und Platschen im Dauerlauf durch den Wald den Berg hinauf – Beagle hat es ja schließlich eilig – zur Paschenburg und nach kurzer Verschnaufpause wieder runter. Der angebliche 1,5 Stunden-Marsch war in einem Bruchteil der Zeit erledigt und still klang die Frage hoch, ob es das tatsächlich schon war.

Kaum waren wir zurück auf dem Parkplatz der Schaumburg versiegte der Regen. Die Beagles wurden abgetrocknet und im Auto untergebracht oder mit in den Gastraum des Restaurants, in dem anschließend ganz furios bewirtet wurden, genommen. Beethoven fand den Spaziergang scheinbar ganz akzeptabel. Jedenfalls rollte er sich zufrieden auf seiner Decke ein und hielt ein Nickerchen.

Als nach dem Essen und allerhand Erfahrungsaustausch in allgemeiner Aufbruchsstimmung sich die meisten bereits verabschiedeten, hatte eine kleine Gruppe verrückter Beaglebesitzer, die immer noch nicht genug hatte, die Eingebung, doch noch “ein paar Schritte” zu gehen, wie es hieß.

Verrückte Beaglebesitzer – dass Beethoven und ich da nicht fehlen dürfen, muss ich wohl nicht erwähnen …

Der Weg wird steiler
Der Bergkamm hängt im Nebel

Die Wolken waren zwischenzeitlich aufgerissen und so ging es auf einen diesmal recht ebenen Weg in den unter der Sonne dampfenden Wald. Worüber scheinbar  niemand beim lockeren Losmaschieren nachdenken wollte war, dass ein ebener Weg selten eben bleibt, wenn er (worauf offenbar auch keiner der voranstürmenden geachtet hat) schlussendlich auf den Bergkamm führen will.
Einfach umkehren kann der stolze Beaglebesitzer dann ja aber auch nicht. Daher uferten diese “paar Schritte” in eine wahre Konditionsprüfung aus, als sich zehn Beagles und ihre Menschen todesmutig einen steilen, matschigen Bergpfad hochkämpften.

Die Sonne steht schon tief, als wir den Bergkamm entlangwandern

Erst kurz vor Sonnenuntergang trafen wir schließlich wieder auf dem Parkplatz an der Schaumburg an. Durchgeschwitzt und mit geröteten Gesichtern blickten wir auf einen flotten 12 km-Marsch (wer will schon im Dunkeln durch einen unbekannten Wald laufen) zurück und auf das den Weg vom Vormittag ausweisende Schild. “Rentnerpfad” stand darauf.

Leider habe ich es versäumt ein paar schöne Gruppenfotos zu machen, deshalb kann ich nur mit Fotos unserer Extrarunde aufwarten. Soweit ich beobachtet habe, wurden an diesem Nachmittag reichlich Fotos geschossen. Über eure schönsten Fotos von der Beaglewanderung, dem Davor und Danachwürde ich mich sehr freuen.

Beethoven und mir hat der Ausflug sehr gut gefallen, ich hoffe, euch auch. Ich würde mich freuen, wenn es solche Gänge öfter gebe. Jeder von euch darf sich hiermit eingeladen fühlen, selbst einmal einen Spaziergang an einem Ort und Zeitpunkt seiner Wahl zu organisieren. Gerne darf zu diesem Zweck die Beagle-Zeitung als Kommunikationsplattform genutzt werden.

Über Natascha 92 Artikel
Natascha führt freiberuflich ihr kleines Ingenieurbüro mit Schwerpunkt Energieberatung und Schimmelpilzschäden in Isernhagen - Altwarmbüchen (Region Hannover). Dank der selbständigen Tätigkeit vom heimischen Arbeitszimmer aus bleibt immer viel Zeit für die Beagles Beethoven und Indira, die nach der großen Morgenrunde durch das Altwarmbüchener Moor meist friedlich unter dem Schreibtisch schlafen.

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